Akupunktur

Die Anfänge der Akupunktur sollen nach chinesischer Darstellung bis in die Jung-Steinzeit (ca. 4000 v. Chr.) zurückreichen. Die heute bekannte historisch-wissenschaftliche Geschichte des chinesischen Volkes beginnt allerdings erst um etwa 1800 bis 1600 vor Christus. Damals schon, so wird berichtet, wurde beobachtet, daß umschriebene Bezirke der Haut eine erhöhte Empfindlichkeit bei bestimmten Erkrankungen zeigen. Eine Reizung dieser Hautbereiche, sei es nun durch Betasten, Massage oder Nadelreiz, zeigte wohl einen Einfluß auf die vorliegende Erkrankung. Historisch belegt sind diese Angaben nach chinesischer Darstellung allerdings nicht. Die neueren Forschungsergebnisse legen den Beginn der Akupunktur auf etwa 90 v. Chr. fest.

Im Rahmen der Entwicklung der gesamten chinesischen Medizin wuchs die Akupunktur als Teil-Heilkunst. Erste schriftliche Hinweise darauf stammen aus der Zeit um 90 v. Chr. Das wichtigste Element der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) war die Arznei-Droge. Akupunktur hatte somit nicht den Stellenwert, der Ihr heute zugemessen wird. In neuerer Zeit wird die Akupunktur sowohl in China als auch in westlichen Ländern wieder intensiv erforscht und mit Methoden und Erkenntnissen der modernen ‚Schulmedizin’ auf wissenschaftlich anerkannte Fundamente gestellt.

Akupunktur ist Teil einer ‚Ganzheitsmedizin’, in deren Mittelpunkt das Interesse um das ‚Gesamtbefinden’ des Patienten steht. Deshalb ist eine unabdingbare Voraussetzung für den verantwortungsvollen und erfolgversprechenden Einsatz der Akupunktur zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder die eingehende körperliche Untersuchung und Ursachenforschung mit Hilfe der modernen Hochschulmedizin.

Nach unserem heutigen Wissen wirkt die Akupunktur durch eine Stimulation körpereigener Prozesse. So werden z.B. Schmerzlinderung und Entzündungshemmung mit körpereigenen Stoffen (Hormone) gefördert. Ebenfalls wissenschaftlich belegt ist die direkte Verbindung von inneren Organen und Körperregionen mit bestimmten Hautbezirken (z.B. sogenannte ‚Head-Zonen’). Diese Verbindungen bestehen aus Nervenfasern. Unbestritten ist auch, daß man bei der Reizung bestimmter Punkte auf der Haut körpereigene Vorgänge in zugeordneten Organen und Regionen beeinflussen kann.

Der entscheidende Vorteil der Akupunktur ist die nahezu nebenwirkungsfreie Behandlung. Medikamente werden dadurch nicht überflüssig, können aber oftmals reduziert oder gar vermieden werden.

 
Als Mitglied der früheren Gesellschaft zur Förderung einer naturwissenschaftlich-physiologisch begründeten Akupunktur (NPA) e.V., jetzt Q+ e.V., und Inhaber des A-Diploms habe ich eine rein wissenschaftliche Akupunkturausbildung nach den Richtlinien der NPA/Q+ durchlaufen und biete Ihnen eine Akupunkturbehandlung nach diesen wissenschaftlichen Grundsätzen.

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